Markt.Mittel.Stand – die Gesundheitswirtschaft Schleswig-Holstein zeigt Stärke

Die Gesundheitswirtschaft ist eine echte „Boombranche“. Sie ist für Schleswig-Holstein von besonderer Bedeutung – knapp jeder fünfte Beschäftigte ist hier tätig. Doch der Branche fehlt es an gemeinsamer Identität, am Zusammenspiel. Wirtschaft und Gesundheitsversorgung sind keine Gegensätze, sie gehören zusammen. Und zur Branche zählen ganz viele: natürlich die Ärzte und Krankenhäuser, die Praxen, Pfleger und Hebammen, aber noch viel mehr, zum Beispiel die Orthopädietechniker, die Medical Designer, die Pharmazeuten, die Wellness-Anbieter und die IT-Fachleute, die nicht nur Komponenten für medizinische Hochleistungsgeräte entwickeln, sondern auch vielfältige Lösungen für die Kommunikation zwischen Arzt und Patient bieten und der Patientenversorgung per Online-Sprechstunde oder Gesundheitsapp neue Wege eröffnen.

Da stoßen manchmal – zugegeben! – unterschiedliche Kulturen aufeinander. Es ist aber für die Gesundheitswirtschaft wichtig, dass auch Touristiker und Krankenhausmanager miteinander sprechen, dass IT-Fachleute und Industriedesigner mit Gesundheitsexperten zusammenkommen und dass sich Unternehmen unterschiedlicher Couleur austauschen über innovative Arbeitszeitmodelle, Fachkräftebindung und die Frage, was einen attraktiven Arbeitgeber ausmacht. Denn so unterschiedlich die Player der Gesundheitswirtschaft sind – vor einigen Herausforderungen stehen sie alle: Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Regulierungen im Gesundheitsbereich, um nur einige zu nennen.

Ziel des Kongresses „Vernetzte Gesundheit – Markt.Mittel.Stand“ war es, wie Minister Reinhard Meyer es in seiner Eröffnungsrede formulierte, über die gemeinsame Identität der „Boombranche“ Gesundheitswirtschaft zu sprechen. Und sich über Rahmenbedingungen der Fachkräftebindung und -sicherung auszutauschen, über Prävention im Arbeitsleben zu informieren, die Chancen von Internetmedizin und Gesundheitstourismus näher zu beleuchten, neue Berufsbilder zu entdecken, über betriebliches Eingliederungsmanagement und über das große Ganze – spricht die Frage der Qualität – gemeinsam zu diskutieren. Also die „Boombranche“ Gesundheitswirtschaft in ihrer Vielfalt in den Fokus zu nehmen und Gemeinsamkeiten zu finden.

Veranstalter des Kongresses „Vernetzte Gesundheit“ war zum zweiten Mal das Wirtschaftsministerium. Das hat sich gut bewährt. Denn so gerät in den Blick, dass Gesundheit nicht nur „Versorgung“ meint. Da hängen viele Arbeitsplätze dran, es geht um Standortpolitik und Infrastruktur, um Innovationen und Lösungen für die Zukunft, die bei uns entstehen können, in Schleswig-Holstein, dem echten Norden, wenn alle mal querdenken, den Wissenstransfer aus den Hochschulen nutzen, sich über die eigene Branche hinaus zusammentun. Damit wollen wir uns beschäftigen: PPP – die Zukunft von Produkten, Prozessen und Projekten in „Versorgung“ UND „Wirtschaft“.

Nächste gute Gelegenheit hierfür: der Kongress „Vernetzte Gesundheit“ am 12.-13. Januar 2016 in Kiel. Herzlich Willkommen!

Medizin 4.0 – kann es das geben?

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